Kammerkonzerte 2026/2027 - Monet QuintettKammermusik

Kammerkonzerte 2026/2027 - Monet Quintett

am in der Stadthalle in Singen. Tickets ab 25,00 €.

Über das Programm

Daniela Koch, QuerflöteJohanna Stier, OboeNemorino Scheliga, KlarinetteTheo Plath, FagottMarc Gruber, HornKünstlersekretariat Astrid SchoerkeGyörgy Ligeti (1923 – 2006): Sechs Bagatellen für BläserquintettAnton Reicha (1770-1836): Bläserquintett Es-Dur op. 88/2Maurice Ravel (1875-1937): Le Tombeau de Couperin (arr. von Mason Jones)Paul Taffanel (1844-1908): Quintette à vent en sol mineurMit den Klangfarben großer MeisterWenn der Name Monet fällt, entstehen vor dem inneren Auge verwunschene Seerosenteiche, leuchtende Kornfelder, farbenprächtige Gärten. Es ist kein Zufall, dass sich das junge Bläserquintett nach dem französischen Impressionisten benannt hat: Auch hier entstehen klingende Farbräume, in denen Linien, Schichtungen und Texturen zur eigentlichen Erzählung werden.Eine Formation aus dem BundesjugendorchesterKennengelernt hat sich das Quintett im Bundesjugendorchester. Im Sinfonieorchester sitzen die Holzbläser eng beieinander, die Horngruppe nur wenige Pulte entfernt – aus dieser akustischen Nachbarschaft sind seit jeher viele Kammermusik-Formationen hervorgegangen. 2014 schlossen sich die fünf zusammen. Heute bekleiden alle Mitglieder Solopositionen in großen Orchestern und sind mehrfach international ausgezeichnet.Dieses Programm erwartet SieDen Bogen spannt der Abend vom „Vater des Bläserquintetts“ Anton Reicha bis zu György Ligeti, ergänzt um zwei französische Stimmen: Maurice Ravel und Paul Taffanel.Anton Reicha war als junger Flötist in der Bonner Hofkapelle Kollege eines gleichaltrigen Bratschisten namens Ludwig van Beethoven. 1808 zog er nach Paris, wo ab 1817 seine 24 Bläserquintette entstanden – das Repertoire, das die Gattung überhaupt erst etabliert hat. Das Es-Dur-Quintett zeigt seine charakteristische Mischung aus klassischer Form und melodischem Einfallsreichtum.György Ligetis Sechs Bagatellen bearbeiten Sätze aus seinem Klavierzyklus Musica ricercata. Bei der Uraufführung 1956 ließen die Kulturbehörden nur fünf der sechs Sätze zu – der letzte, dissonanteste, fiel der Zensur zum Opfer. Hörbar sind Spuren von Bartók, Strawinsky und osteuropäischer Volksmusik. Wenige Jahre später emigrierte Ligeti in den Westen und wurde mit Lux aeterna in Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum einem Millionenpublikum bekannt. Tombeau nannten die französischen BarockkomponistenTrauerstücke für verstorbene Kollegen. Maurice Ravel greift die Tradition zwischen 1914 und 1917 wieder auf: Jeder der sechs Sätze von Le Tombeau de Couperin ist einem im Ersten Weltkrieg gefallenen Freund gewidmet, stilistischer Bezugspunkt ist François Couperin „le Grand“. Die Bläserquintett-Fassung deslangjährigen Philadelphia-Solohornisten Mason Jones bleibt sehr nah an Ravels Orchesterversion von 1919.Paul Taffanel, Begründer der modernen französischen Flötenschule, führt in seinem Quintette à vent en sol mineur (1876) die Holzbläser als gleichberechtigte Soloinstrumente – ein frühes Bekenntnis zu jener Bläserkultur, die Debussy und Ravel später weiterschreiben sollten.Holzbläserquintett: Daniele Koch (Flöte), Marc gruber (Horn), Nemorino Scheliga (Klarienette), Johanna Stier (Oboe), Theo Plath (Fagott).Bei Kauf einer ermäßigten Karte bitten wir Sie, den entsprechenden Berechtigungsnachweis am Einlass vorzuzeigen.

Datum
17. Oktober 2026 – Samstag
Spielort
Stadthalle
Stadt
Singen
Ticket ab 25,00 €

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