Alela DianeFolk


Über das Programm
Mehr als ein Jahrzehnt in einer der still außergewöhnlichsten Karrieren deszeitgenössischen Folk angekommen, kehrt Alela Diane am 22. Mai mit Who’sKeeping Time? über Fluff & Gravy Records / Loose Music zurück.Das siebte Studioalbum der Songwriterin aus Portland entstand aus Intuition, Zufallund Gemeinschaft. Am 1. April vergangenen Jahres verstarb die Folk-Legende Michael Hurley im Alter von 83 Jahren – eine prägende Figur derMusikszene Portlands. „Ich war völlig am Boden zerstört“, sagt Alela, die Hurleynicht nur verehrte, sondern ihn auch gut kannte. Bei einem Tribute-Konzert für ihnfand sie in der kollektiven Trauer Trost und neue Inspiration. „Es war eine ArtErleuchtung zu begreifen, wie sehr mir meine Community gefehlt hat. In diesemMoment war mir ganz klar, was ich wollte: Ich will lebendig sein. Ich will Live-Musikerleben. Ich will sie spielen.“Nachdem sie auf ihren letzten Veröffentlichungen eher solo gearbeitet hatte, suchteAlela nach einem neuen Weg. Beim täglichen Musizieren auf dem Dachboden ihresviktorianischen Hauses von 1892 entstanden im staubigen Licht neue Songs – undder Wunsch, sie gemeinsam mit anderen zum Klingen zu bringen.Eines Abends lernte sie im Clay Street Studio den Schlagzeuger Danny Austin-Manning kennen, der sie mit Co-Produzent Sam Weber (u. a. MadisonCunningham, Anna Tivel) zusammenbrachte. Gemeinsam mit Sebastian Owens amBass nahmen sie fünfzehn Songs in weniger als fünf Tagen auf – live, im selbenDachboden, in dem sie geschrieben wurden. Anna Tivel steuerteBackgroundgesang und Violine bei, Peter Lalish von Lucius ergänzte Gitarrenparts.Weitere Beiträge kamen von den aus dem pazifischen Nordwesten stammendenMusiker*innen Kati Claborn und Luke Ydstie von Blind Pilot sowie AC Sapphire.Alelas Vision einer ungezügelten, gemeinschaftlich getragenen Musik leitete für sieeine neue kreative Phase ein.Das Ergebnis ist ein 11 Songs starkes Album, das zwischen sanft, roh und cineastischchangiert, getragen von Alelas wohlklingender, bewegender Stimme. Ihre Textezeugen von einer besonderen Stärke – der Fähigkeit, Schmerz zu begegnen, ohnesich darin zu verlieren. Diese Qualität hat sie über ein ganzes Songwriterinnenlebenhinweg entwickelt, in dem ihr vielschichtiges Werk von Medien wie Pitchfork, NPRMusic und The Guardian gefeiert wurde. UNCUT beschrieb ihr Können als„wahnsinnig schön, mit der Stärke und Zartheit von Spinnenseide“ und zählte ihreArbeit zu den „50 besten Singer-Songwriter-Alben aller Zeiten“ – in einer Reihemit John Lennon, Joni Mitchell, Joan Baez und Paul Simon. Auch Consequencebetonte ihre Bedeutung: „Ihr Klang ist zeitlos, der einer umherziehendenTroubadourin – eine Stimme, die nur wenige Male pro Generation erscheint.“Mit Who’s Keeping Time? verwandelt Alela Diane Trauer in Gemeinschaft undbekräftigt ihren Platz als lebendige, prägende Kraft im zeitgenössischen Folk –verwurzelt in Nähe, Präsenz und der anhaltenden Kraft des Songs.
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